Die Blasrohrindianer

 

Schützenjugend auf Abwegen

 

Wir haben nicht nur Druck in der Kartusche sondern auch in der Lunge!

 

Ja, das sind nur 3 Überschriften die uns eingefallen sind.

 

Wir, die Schützenjugend aus Oberhöchstadt waren am 21.1.2016 zu einem Blasrohr Workshop.

Los ging es um 8:30 Uhr an unserem Heimstand nach Kelkheim-Münster, wo wir bei unter Leitung von Manfred Wilkens von der Schützengemeinschaft 1963 Münster den Workshop bestritten. Von hier aus noch einmal vielen Dank für die Weitergabe des Wissens und der Geduld.

 

Teil 1 Ankommen und Blasrohr

In Kelkheim angekommen erläuterte uns Manfred erstmal den Tagesablauf und rief uns danach alphabetisch auf um unsere Mundstück auszusuchen. Wer die Wahl hat hat die Qual auf dem Tisch lagen sehr verschiedene Mundstücke aus den verschiedensten Hölzern, Kirsche, Esche, Eibe usw. Mit dem Mundstück in der Hand ging es nun zum Wichtigsten dem Blasrohr, welches aus einem Alurohr besteh. Dieses musste noch entgratet werden, bevor man das Mundstück auf das Rohr baute, bei manchem musste man jedoch das Mundstück anpassen. Dies ging je nachdem mal schneller oder dauerte zum Teil auch ein wenig länger.

 

Teil 2 Die Pfeile

 

Den Löwenanteil des Tages verbrachten wir damit die Pfeile zu bauen. Hierfür mussten wir Carbonstäbe in die passende Länge sägen. Welches nicht gerade so leicht ist wie es klingt. Man braucht Geduld und etwas Fingerspitzengefühl. Nachdem wir alle pro Person 5 Carbonstäbe gesägt hatten, kam die schwierigste Arbeit des Tages und die größte Herausforderung. Denn man brauchte Geduld, ruhige Finger und Selbstbeherrschung, was auch nicht schlecht fürs Schießen ist. Die angepassten Stäbe klebten wir mit einem speziellen Kleber in Messingspitzen. In der Trocknungsphase bastelten wir die Konusse für die Pfeile. Ja, bei manchen sehe ich immer noch Schweißperlen auf der Stirn und Verzweiflung im Gesicht. Die Pfeile haben wir aus Selbstklebender Folie (Dc-Fix) und einem kegelförmigen Flaschenverschluss gefertigt. Hierzu haben wir die Folie mit Schablonen ausgeschnitten und sie dann mit Hilfe des Flaschenverschlusses zu einem Kegel geformt. Hier von brauchten wir auch wieder 5 Stück zum Leid von so manchem aus unserer Reihe, denn das war eine Herausforderung. Zum Glück gab es erstmal Mittagessen, wo man sich noch einmal stärken  und  kurz abschalten konnte.

Der Konus musste dann an das Blasrohr angepasst werden, bevor man ihn an den Pfeil montierte. Da nicht alle gleich geschickt waren oder gleich viel Geduld hatten, haben wir uns untereinander auch geholfen.

 

Teil 3 Putzen und Ausprobieren

 

Gegen Ende des Workshops und  so mancher Geduld, mussten wir natürlich auch unsere Werkstatt wieder ins Reine bringen. Dies ging recht schnell, viele Hände schnelles Ende. Dann wurde es interessant. Wir durften die Überreste der Silvester Party zerstören mit unserem Blasrohr. Hierzu wurde die Luftballon Deko als Ziel auf den Schießstand gehängt. Wir wurden in 3 Teams aufgeteilt und jede Gruppe schoß gleichzeitig auf Kommando und unter Schießstand Aufsicht auf die Ballons. Die 1. beiden Teams, die am schnellsten die Ballons entlüftet hatten, durften nochmal gegeneinander antreten. Sieger? Kann ich euch nicht mehr sagen, wir haben alle gewonnen denn jeder war glücklich einen Ballon oder mehrere getroffen zu haben. Danach ging es mit einem offiziellen Wettkampfprogramm weiter, welches normalerweise über 60 Schuß geht. Wir haben nur

de erste Hälftel geschossen, was anstrengend genug war. Weil wir den ganzen Tag über voll konzentriert dabei waren alles für unser eigenes Blasrohr selbst zu fertigen.