Kinder & Jugendkulturtage 2012

  

Herzlich Wilkommen auf unserer Seite zum Thema "Kreativ gegen Rassismus".

 

Wir sind ein Teil der Jugend des Sportschützenverein 1967 Oberhöchstadt e.V. Stellvertretend für alle Mitglieder unseres Vereins nehmen wir an dem Projekt "Kreativ gegen Rassismus" teil.

Wir wollen mit diesem Projekt auf die Problematik aufmerksam machen, dass die Sportschützen immer in negative Verbindung mit rechtsradikalen Aktivitäten und Amokläufen gebracht werden.

Wir wünschen uns, dass unser Verein und unser Sport neutral betrachtet werden und versprechen uns mit dieser Webseite, einen nachhaltigen Beitrag, der die Leser informiert und zum "Nachdenken" anregt!

Wir erleben in unserem Verein ein - gemeinsammes Füreinander da sein -.

Unsere Trainer vermitteln uns einen respektvollen, bedächtigen, kompetenten Umgang mit Waffen. Zudem trägt der Schießsport erheblich zur Förderung von Konzentration und der inneren Ruhe bei.

 

 

Die jüngsten Ereignisse

TERROR-ZELLE ZWICKAU

 

Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschärpe sind die Kernmitglieder der Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund", die für die Morde an neun Kleinunternehmern türkischer und griechischer Herkunft sowie an einer Polizistin verantwortlich gemacht werden.

 

In Medienberichten (ARD/ZDF) wurden immer wieder allgemein Sportschützenvereine als "Brutstätte für Rechtsradikale" genannt. Dies empfinden wir schlicht und ergreifend als Frechheit. Es gibt zahlreiche verschiedene Schützenverbände in Deutschland. Mann sollte nicht alle über einen Kamm scheren.

Unser Verein gehört dem Deutschen Schützenbund (DSB) an.

Leider bekamen wir auf unsere Interviewanfragen an diverse Verbände keine Rückmeldungen. Jedoch finden wir, man sollte sich diesem Thema stellen.

Unsere Devise lautet: "Aufklärung anstatt Stillschweigen!"

Wir hoffen, dass wir den ersten Schritt mit dieser Seite getan haben und viele Menschen damit erreichen!

 

 


Erfurt

Der Amoklauf von Erfurt ereignete sich am Vormittag des 26. April 2002 am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt. Dabei erschoss der 19-jährige Robert Steinhäuser zwölf Lehrer, eine Sekretärin, zwei Schüler und einen Polizisten. Anschließend tötete er sich selbst. Der Amoklauf mit 17 Todesopfern war der erste durch einen Schüler verübte Amoklauf an einer Schule in Deutschland.

 

Seit 2000 war Steinhäuser Mitglied in einem Schützenverein, außerdem legte er die erforderliche Prüfung ab, um in den Besitz einer Waffenbesitzkarte (WBK) zu kommen. In den Monaten vor der Tat kaufte er sich die beiden Tatwaffen, Munition und verschiedene Ausrüstungsgegenstände (Magazine, Holster und ähnliches).

Die zum Erwerb nötigen behördlichen Eintragungen in der Waffenbesitzkarte, sowie die von Steinhäuser für die Erlangung dieser Eintragungen beigebrachten Unterlagen, die Ausfertigung dieser Unterlagen durch zuständige Vereinsorgane oder Anlagenbetreiber und die für die Erlangung der Unterlagen von Steinhäuser gemachten Angaben entsprachen jedoch nicht den Anforderungen des deutschen Waffengesetzes. Steinhäuser wusste vermutlich, dass die Eintragungen in seiner Waffenbesitzkarte gesetzwidrig erlangt worden waren und der Kauf somit illegal war.

Der Kauf der beiden Tatwaffen erfolgte nach späteren Untersuchungen auf Grundlage der nötigen Eintragungen in der Waffenbesitzkarte von Steinhäuser und war somit aus Sicht des Verkäufers legal. Er meldete den Weiterverkauf pflichtgemäß den Behörden. Diese hätten aufgrund dieser Meldung wegen der mutmaßlich fehlerhaften Eintragungen in der Waffenkarte die Waffen unverzüglich von Steinhäuser einziehen müssen.

Steinhäuser führte bei der Tat zwei Waffen mit. Er benutzte nur seine Pistole Glock 17, für die er mehrere Magazine zu je 17 und 31 Schuss mitführte. Die andere Waffe, eine Vorderschaft-Repetierflinte (Pumpgun) Mossberg 590, trug er auf dem Rücken. Sie wurde während der Tat nicht benutzt, da sie wegen einer vorangegangenen Fehlbedienung nicht einsatzfähig war.

 

Der Amoklauf veranlasste eine Änderung des Waffengesetzes und Jugendschutzgesetzes.

So wurden die Altersgrenzen zum Waffenerwerb für Jäger und Sportschützen angehoben. Unter 25-jährige müssen ein medizinisch-psychologisches Gutachten vorlegen, um eine Waffenbesitzkarte für Großkaliber-Waffen zu beantragen. Die Vorschriften zur Aufbewahrung wurden verschärft. Zudem wurde der Kleine Waffenschein zum Führen von Schreckschusswaffen eingeführt. Pumpguns mit Pistolengriff wurden ebenso wie Wurfsterne, Spring-, Fall-, Faust- und Butterflymesser verboten. Waffenhändler müssen jeden Verkauf (Überlassen) von meldepflichtigen Schusswaffen der Behörde des Erwerbers melden und haben eine Protokollpflicht beim Verkauf von Schreckschusswaffen.

Winnenden

Der Amoklauf von Winnenden ereignete sich am Vormittag des 11. März 2009 in der Albertville-Realschule und deren Umgebung in Winnenden, rund 20 Kilometer nordöstlich von Stuttgart, sowie in Wendlingen am Neckar. Der 17-jährige Tim Kretschmer tötete 15 andere Menschen und zuletzt sich selbst, nachdem er nach mehrstündiger Flucht von der Polizei gestellt worden war. Elf weitere Menschen, einige von ihnen schwer verletzt, wurden in Krankenhäuser eingeliefert.

 

Der in einem Nachbarort wohnhafte Täter hatte bis 2008 die Albertville-Realschule besucht und mit der Mittleren Reife abgeschlossen. Sein Vater war Sportschütze und besaß 15 Sportwaffen. Nach Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft war der 17-Jährige im Zeitraum von April bis September 2008 im psychiatrischen und neurologischen Krankenhaus Weissenhof in Weinsberg zu Beratungsterminen vorstellig geworden. Die Eltern ließen über ihren Anwalt im Nachrichtenmagazin Focus jedoch dementieren, dass ihr Sohn in „psychotherapeutischer Behandlung“ gewesen sei.

Die Tat ereignete sich nur einen Tag nach dem Amoklauf von Alabama. Dass die Tat in Geneva County möglicherweise Auslöser oder Vorbild für die Tat in Winnenden war, wurde in Betracht gezogen.


Am 17. Juli 2009 wurde das WaffG erneut geändert. Anlass war der Amoklauf von Winnenden am 11. März 2009. Der jugendliche Täter erhielt unberechtigten Zugang zur Tatwaffe und Munition, da der Vater diese nicht, wie gesetzlich vorgeschrieben, in geeigneten Schränken aufbewahrt hatte.

 

Unser Fazit:

Wir wünschen uns mehr Eigenverantwortung der Waffenbesitzer anstatt Verschärfungen der Auflagen!

 



Interview mit dem ersten Vorsitzenden des Sportschützenvereins Oberhöchststadt Jens Kubina


 

1. Sehen Sie es als Problem, dass die Sportschützenvereine immer mehr mit rechtsradikalen Aktivitäten und Amokläufern in Verbindung gebracht werden?

Ja, zum Einen hält es manche Eltern davon ab, ihre Kinder in einen Schützenverein zu schicken, weil sie Bedenken haben, sie könnten durch den Schießsport eine negative Entwicklung nehmen.

Zum Anderen kämpfen Vereine mit dem negativen Touch "Rechtsradikal" und müssen immer mehr Aufklärungsarbeit bewältigen.

2.Was wird in den Vereinen gegen Anzeichen von Rechtsextremismus bei Mitgliedern getan?

Da wir uns im Vorfeld die Personen sehr gut ansehen, dürfte das bei  uns nicht vorkommen. Wir unterhalten ein reges Vereinsleben und würden rechtsextremes Gedankengut bei unseren Mitgliedern rasch erkennen und geeignete Schrite unternehmen.

3.Haben sie schon mal einen solchen Fall miterlebt?

NEIN

4.Möchten sie noch ein abschließendes Wort an die Leser richten?

Schützenvereine sind keine Brutstätten für Rechtsextremismus, wie in Medien (Zeitungen, Fernsehen) zum Teil dargestellt wird. In den Berichten werden Vereine aus anderen Schützenverbänden (BDMP, DSV oder BDS) dargestellt, die nichts mit dem sportlichen Schießen des Deutschen Schützenbundes zu tun haben, dem wir als Schützenverein angehören. Der DSB ist der Verbund, aus dem auch die Teilnehmer an den Olympischen Spielen in London nominiert werden, also keine Ballermänner oder -Frauen, sondern Hochleistungssportler, die unseren Sport hoffentlich erfolgreich dort vertreten werden.

 

 



Gesetzliche Auflagen

 

Unser Fazit:

Wir hoffen, dass wir über die Situation in den Sportschützenvereinen aufklären konnten und allgemeine Vorurteile wiederlegen können. Schützenvereine sind keinesfalls Brutstätten für Rechtsextremismus oder Bootcamps für Amokläufer. Wir wünschen uns, dass ihr Leser nun eine positivere und vorurteilsfreie Einstellung gegenüber den Sportschützen habt.

 

"Wenn Ihr Nachbar also Sportschütze ist, können Sie sicher sein, dass neben Ihnen einer der bestmöglich überprüften und gesetzestreuen, sowie ein sehr verantwortungsvoller Bürger Deutschlands wohnt!"

( Auszug aus http://www.ag-waffenrecht.de/ )

 

Rechtliche Hinweise für Druckluftwaffen:
 

Waffenart Beispiel Erwerb Führen
Halbautomatische Kurz- und Langwaffen Polizeipistole, Sportpistole, Selbstladebüchse AR15 Grüne Waffenbesitzkarte mit Voreintrag für Kurz- und Langwaffen bei Sportschützen und Voreintrag für KW bei Jägern, Langwaffe mit gültigem Jahresjagdschein Waffenschein, Jagdschein
Einzellader-, Repetiergewehr Typische Jagd- und Sportwaffen, Bsp: Mauser 03, Remington 700 gültiger Jahresjagdschein, Gelbe Waffenbesitzkarte (Sportschützen) Waffenschein, Jagdschein
Flinte Jagdwaffe (z. B Bockflinte) gültiger Jahresjagdschein, Gelbe Waffenbesitzkarte (Sportschützen) Waffenschein, Jagdschein
Druckluftwaffe über 7,5 Joule Waffe für Field Target gültiger Jahresjagdschein, Gelbe Waffenbesitzkarte Jagdschein
Druckluftwaffe unter 7,5 Joule Freizeitluftgewehr, Paintball (Markierer) vollendetes 18. Lebensjahr kein Führen in der Öffentlichkeit zulässig.
Airsoft zwischen 0,5-7,5 Joule Gas- oder Federdruckbetriebene Sportmarkierer zum Verschießen von Kunststoffkugeln vollendetes 18. Lebensjahr (nur wenn mit F-Kennzeichen) kein Führen in der Öffentlichkeit zulässig.
Airsoft bis 0,5 Joule Gas- oder Federdruckbetriebene Spielzeugwaffe zum Verschießen von Kunststoffkugeln frei, aber freiwillige Beschränkung der Händler auf den Verkauf an Personen ab vollendetem 12. Lebensjahr frei (soweit nicht Anscheinswaffe nach § 42a WaffG). Führen in der Öffentlichkeit bedingt zulässig (Waffe darf nicht schussbereit sein und nicht sichtbar sein)*
Gas-, Signal-, Schreckschusswaffe mit PTB-Kennzeichnung im Kreis Waffe zum Verschießen von Gaspatronen zur Selbstverteidigung vollendetes 18. Lebensjahr Kleiner Waffenschein


 

Luftdruckwaffen im Kal. 4,5 mm/.177 sind frei ab 18 Jahren

 

Schießen mit Luftdruckwaffen (Zeichen) Waffengesetz §12 Abs. 4(1)

Einer Erlaubnis zum Schießen mit einer Schusswaffe bedarf es nicht, wer in einer Schießstätte (§27) schießt. Das Schießen außerhalb von Schießstätten und darüber hinaus ist ohne Schießerlaubnis nur zulässig durch den Inhaber des Hausrechts oder mit dessen Zustimmung im befriedeten Besitztum. Schießen darf man nur mit Schusswaffen, deren Geschossen eine Bewegungsenergie von nicht mehr als 7,5 Joule (J) erteilt wird oder deren Bauart nach §7 des Beschussgesetzes zugelassen ist, sofern die Geschosse das Besitztum nicht verlassen.
das heißt: Sie dürfen in Schießstätten (z.B. Schützenhaus, Schützenverein etc.) und innerhalb ihres eigenen Besitzes (z.B. Haus, Garten, Grundstück) mit den Waffen schießen. Ebenfalls darf innerhalb des Besitzes anderer (Zustimmung des Eigentümers vorausgesetzt, z.B. Freund, Nachbar etc.) geschossen werden. Es muss sichergestellt sein, dass die Geschosse (Kugeln, Diabolos, etc.) das Grundstück nicht verlassen. Außerhalb des eigenen Hauses, Garten, Grundstückes etc. darf ohne Genehmigung auf keinen Fall geschossen werden!

 

Wir finden, das Gesetz zum Nutzen der Luftdruckwaffen müsste verschärft werden, da die freie Nutzung auf privat Grundstücken zum Anreiz dient, mit den Waffen z.B. auf benachbarte Grundstücke zu schießen, welches in diesem Fall eine Straftat ist.